· 

Zuhause beginnt der Wandel

Denn hier entsteht der meiste Müll



Wenn wir an Lebensmittelverschwendung denken, haben viele zuerst Supermärkte, Restaurants oder Großküchen im Kopf. Doch der größte Teil der Abfälle entsteht dort, wo wir leben: in unseren eigenen vier Wänden. Dabei tragen wir hier die größte Verantwortung – und haben gleichzeitig auch den größten Gestaltungsspielraum.


Etwa die Hälfte der Abfälle in Haushalten wäre vermeidbar


Laut Zahlen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aus der „Baseline-Studie” entstehen rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle pro Jahr in Deutschland.

 

Davon entfallen:

  • 6,5 Millionen Tonnen (ca. 59%) auf private Haushalte
  • 17% auf Verarbeitung und Herstellung
  • 15% auf Außer-Haus-Verpflegung
  • 7% auf den Handel

Besonders alarmierend: Etwa die Hälfte der Abfälle in Haushalten wäre vermeidbar – das bedeutet, sie waren zum Zeitpunkt des Wegwerfens noch essbar.

 

In privaten Haushalten passieren Fehler, die oft unbewusst oder aus Bequemlichkeit entstehen:

  • Übervolle Kühlschränke, in denen Lebensmittel schlicht „vergessen“ werden
  • Fehlplanung beim Einkauf („Zur Sicherheit nochmal extra mitnehmen“)
  • Unwissen über richtige Lagerung (z. B. Tomaten im Kühlschrank)
  • Unsicherheit beim Mindesthaltbarkeitsdatum
  • Spontane Essensänderungen oder Bestellungen per App

Interessant ist auch: Besonders Single-Haushalte und junge Erwachsene produzieren überdurchschnittlich viel vermeidbaren Lebensmittelmüll.


Was können wir tun?


  1. Bewusst einkaufen: Der Einkauf beginnt nicht im Supermarkt, sondern zu Hause – mit einem Blick in den Kühlschrank und einer Liste.
  2. Lebensmittel wertschätzen: Wer sich bewusst macht, wie viel Arbeit, Wasser und Energie in einem Brotlaib oder einer Gurke stecken, wirft sie seltener weg.
  3. Ordnung im Kühlschrank: Lebensmittel mit kurzer Haltbarkeit nach vorne, offene Packungen markieren, regelmäßig sortieren.
  4. Essen planen: Wochenpläne helfen nicht nur beim Sparen, sondern auch beim gezielten Verbrauch von Vorräten.
  5. Aufklärung im Alltag: Mit Familie, WG, Kindern oder Partnern über das Thema sprechen – Veränderung beginnt im Kleinen. 

Hast Du Bock auf noch mehr konkrete Tipps und Tricks?


Dann besuche doch einen unserer kostenlosen Workshops! Dort zeigen wir Dir, was du mit vermeintlich „abgelaufenen“ Lebensmitteln noch alles anstellen kannst und geben Dir Tipps und Hinweise zum Haltbarmachen von Lebensmitteln.