· 

Teilen statt wegwerfen

Wie Foodsharing täglich Tonnen rettet



Lebensmittel retten statt entsorgen – das klingt nach einer kleinen Geste, hat aber riesige Wirkung. In ganz Deutschland engagieren sich mittlerweile Zehntausende Menschen für genau dieses Ziel. Foodsharing, Fairteiler, Retterboxen und Apps wie „Too Good To Go“ zeigen, dass es auch anders geht. Sie sind lebendige Beweise dafür, wie gemeinschaftliches Handeln Tonnen von Lebensmitteln vor dem Müll bewahren kann – Tag für Tag.


Was klein begann, ist heute groß geworden


Allein die Initiative foodsharing.de zählt (Stand 2023):

  • Über 100.000 registrierte Foodsaver:innen
  • Mehr als 6.000 Kooperationsbetriebe (u. a. Bäckereien, Supermärkte, Restaurants)
  • Rund 20.000 aktive Ehrenamtliche, die regelmäßig Lebensmittel abholen und weiterverteilen
  • Täglich werden so mehrere Tonnen Lebensmittel vor der Tonne gerettet

Die App Too Good To Go zählt in Deutschland über 12 Millionen Nutzer:innen und rund 20.000 gastronomische Partner. Gemeinsam wurden so über 50 Millionen Mahlzeiten gerettet (weltweit bereits über 250 Millionen).

 

Was mit kleinen Initiativen begann, ist heute eine echte Bewegung geworden:

  • Foodsharing.de funktioniert ehrenamtlich, dezentral organisiert und gemeinwohlorientiert. Lebensmittel werden nicht verkauft, sondern kostenlos weitergegeben – über „Fairteiler“, Nachbarschaften oder digitale Gruppen.

  • Too Good To Go vermittelt überschüssige Lebensmittel gegen kleines Geld – direkt aus Cafés, Restaurants oder Supermärkten, kurz vor Ladenschluss.

  • SirPlus, ResQ Club und andere Start-ups bieten gerettete Lebensmittel auch online zum Verkauf an.

Was sie alle verbindet: Sie machen sichtbar, dass gute Lebensmittel nicht in den Müll gehören, nur weil sie das MHD überschritten haben oder nicht „perfekt“ aussehen.


Was können wir tun?


  1. Selbst aktiv werden: Ob als Foodsaverin bei Foodsharing oder als Nutzerin einer App – jeder gerettete Apfel zählt.
  2. Retterboxen unterstützen: Es gibt inzwischen viele Anbieter, die Lebensmittel-Pakete mit „krummen Dingern“ direkt nach Hause liefern.
  3. In der Nachbarschaft teilen: Foodsharing kann auch im Kleinen beginnen – mit einem Zettel im Hausflur oder über Apps wie nebenan.de.
  4. Öffentlich darüber sprechen: Wer von seinen Erfahrungen erzählt, inspiriert andere – auf Social Media, im Freundeskreis oder in der Schule.
  5. Initiativen fördern: Viele Projekte arbeiten ehrenamtlich und gemeinnützig. Eine Spende oder ein Ehrenamt kann den Unterschied machen. 

Hast Du Bock auf noch mehr konkrete Tipps und Tricks?


Dann besuche doch einen unserer kostenlosen Workshops! Dort zeigen wir Dir, was du mit vermeintlich „abgelaufenen“ Lebensmitteln noch alles anstellen kannst und geben Dir Tipps und Hinweise zum Haltbarmachen von Lebensmitteln.


Quellen & Links:

  • foodsharing.de
  • too good to go
  • sirplus