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Bewusst und doch verschwenderisch?

Lebensmittelverschwendung in der Generation Y & Z



Sie gelten als umweltbewusst, nachhaltig orientiert, digital vernetzt und kritisch gegenüber Konsum: Die Generationen Y (geboren ca. 1980–1995) und Z (ab ca. 1996). Viele aus diesen Gruppen setzen sich aktiv für Klimaschutz, Tierwohl und Zero Waste ein. Und doch zeigen Studien: Gerade junge Erwachsene werfen überdurchschnittlich viele Lebensmittel weg. 


Wie passt das zusammen?


Laut dem Ernährungsreport 2023 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ist die Lebensmittelverschwendung bei den 18- bis 34-Jährigen besonders hoch. Hauptgründe sind:

  • Spontane Essensentscheidungen
  • Ungeplante Einkäufe
  • Fehlendes Wissen über Lagerung & Haltbarkeit
  • Ein-Personen-Haushalte, in denen vieles nicht rechtzeitig aufgebraucht wird

Gleichzeitig gaben in derselben Umfrage rund 90 % der jungen Befragten an, dass sie das Wegwerfen von Lebensmitteln als Problem empfinden. Ein klassisches Beispiel für den sogenannten „Attitude-Behaviour-Gap“: Die Werte stimmen, das Handeln hinkt hinterher.

 

Warum ist die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität in diesen Altersgruppen so groß?

  1. Flexible Lebensstile: Studium, Berufseinstieg, viel unterwegs – feste Essensroutinen fehlen oft.
  2. Ein-Personen-Haushalte: Viele Produkte sind auf Familienportionen ausgelegt und verderben schneller.
  3. Digitale Lieferangebote: Die spontane Bestellung per App ersetzt geplantes Kochen – Vorräte bleiben liegen.
  4. Wenig Kochpraxis: Der bewusste Umgang mit Zutaten, Resten oder Lagerung ist nicht mehr selbstverständlich.
  5. Marketingdruck: Aktionen wie „2 für 1“ oder XXL-Packungen verführen zum Überkauf.

Was können wir tun?


  1. Meal Prep etablieren: Wer vorkocht, spart Zeit, Geld – und verhindert, dass frische Zutaten verderben.
  2. Digital smart statt digital bequem: Apps wie „Kitcheno“, „Fooder“ oder „Too Good To Go“ helfen beim Planen, Retten und Verbrauchen.
  3. Aufklärung & Empowerment: Schulen, Universitäten und Social Media können wertvolle Kanäle sein, um Food Waste zu thematisieren.
  4. Kochkultur neu denken: Resteküche als Trend – ob Zero-Waste-Bowls oder kreative Suppen mit allem, was da ist.
  5. Portionen realistisch einschätzen: Besonders bei frischen Lebensmitteln lieber weniger kaufen – und öfter. 

Hast Du Bock auf noch mehr konkrete Tipps und Tricks?


Dann besuche doch einen unserer kostenlosen Workshops! Dort zeigen wir Dir, was du mit vermeintlich „abgelaufenen“ Lebensmitteln noch alles anstellen kannst und geben Dir Tipps und Hinweise zum Haltbarmachen von Lebensmitteln.