· 

Ein ganzes Drittel!

Die globale Lebensmittelproduktion steckt voller Paradoxien



Während weltweit etwa 828 Millionen Menschen hungern, wird gleichzeitig rund ein Drittel aller produzierten Lebensmittel verschwendet. Diese Zahlen erschüttern – und zeigen, wie dringend wir als Weltgemeinschaft handeln müssen. Auch wenn wir in Deutschland leben, ist unser Konsumverhalten eng mit globalen Lieferketten und deren Auswirkungen verflochten.


1,3 Milliarden Tonnen – jedes Jahr!


Laut einem Report der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) werden jedes Jahr etwa 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weltweit verschwendet. Das entspricht etwa ein Drittel der gesamten Lebensmittelproduktion.

 

Einige Beispiele:

  • In Europa und Nordamerika werden pro Kopf jährlich 95 bis 115 kg Lebensmittel verschwendet.
  • In Subsahara-Afrika und Südasien sind es „nur“ 6 bis 11 kg pro Kopf – dort entstehen Verluste vor allem in Produktion und Logistik, nicht beim Konsumenten.

Diese globale Schieflage zeigt, wie unterschiedlich die Herausforderungen sind – aber auch, wie groß der Hebel in wohlhabenden Ländern wie Deutschland ist.

 

Die Ursachen der weltweiten Lebensmittelverschwendung sind vielfältig:

  • In Industrieländern liegt die Hauptverantwortung bei Verbraucher:innen, Einzelhandel und Überproduktion.
  • In Entwicklungsländern gehen viele Lebensmittel bereits nach der Ernte verloren, etwa durch fehlende Kühlketten, unzureichende Transportinfrastruktur oder Lagerbedingungen. 

Hinzu kommt eine industrialisierte Landwirtschaft, die auf Masse statt Klasse setzt. Normen des Handels, ästhetische Ansprüche und Dumpingpreise führen zu einem „System der Verschwendung“, das dringend reformiert werden muss.


Was können wir tun?


  1. Global denken, lokal handeln: Unser Einkaufsverhalten beeinflusst die globalen Produktionsketten. Weniger ist oft mehr.
  2. Regional und saisonal kaufen: So unterstützen wir faire Bedingungen und reduzieren Transportwege.
  3. Food Waste vermeiden: Der wohl effektivste Hebel: Weniger Essen wegwerfen.
  4. Initiativen unterstützen: NGOs, Bildungsprojekte und politische Programme zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten verdienen unsere Unterstützung.
  5. Druck auf die Politik ausüben: Durch bewussten Konsum, Beteiligung an Petitionen und Wahlentscheidungen.

Hast Du Bock auf noch mehr konkrete Tipps und Tricks?


Dann besuche doch einen unserer kostenlosen Workshops! Dort zeigen wir Dir, was du mit vermeintlich „abgelaufenen“ Lebensmitteln noch alles anstellen kannst und geben Dir Tipps und Hinweise zum Haltbarmachen von Lebensmitteln.